Wettbewerb - Demokratisch Handeln 2025
479 Friedenstauben über Massengrab - Zeichen der Erinnerung, des Friedens und der Versöhnung
Themen:
- Geschichte & Erinnern
An der Agnes‑Wenke‑Sekundarschule Arnsberg gestalteten Schüler:innen ein Kunstprojekt. Es erinnert an ukrainische Zwangsarbeiterinnen, die 1943 bei der Möhnekatastrophe ums Leben kamen. Auf dem Friedhof in Neheim markierten sie das Massengrab mit 479 gestalteten Friedenstauben – eine für jede der anonym begrabenen Frauen. Die Tauben tragen Worte wie „Frieden“, „Hoffnung“ oder „Versöhnung“. Sie bringen zum Ausdruck, was die Kinder und Jugendlichen den Toten wünschen. In ihrer Funktion als „Bewacher“ des Grabes sind sie von hoher Symbolkraft. Alle Tauben wurden von Schülergruppen gestaltet, laminiert und vor Ort installiert. Flankierend recherchierten sie Biografien einzelner Opfer und präsentierten ihre Ergebnisse öffentlich. Das Kunstprojekt verbindet historische Aufarbeitung mit einem sichtbaren Friedenssymbol im öffentlichen Raum. Die Installation wird auch bei schulischen Veranstaltungen genutzt, um über Krieg, Zwangsarbeit und Erinnerung zu sprechen. In Zukunft wollen die Schüler:innen die Lebensgeschichte eines von den Nazis verschleppten vierzehnjährigen Mädchens erforschen. Dazu werden sie sich auch bemühen, Kontakt mit den Behörden in ihrem ukrainischen Heimatort aufzunehmen.
[Arnsberg, 2025]
Kontaktdaten
Agnes-Wenke-Sekundarschule, Städtische Sekundarschule der Stadt ArnsbergGraf-Galen-Straße 6
59755 Arnsberg
