Demokratisch Handeln - Der Wettbewerb 2009
Hip Hop gegen Gewalt an Schulen – für Toleranz und Respekt untereinander
Themen:
- Zusammenleben, Migration, Minderheiten
An dem Projekt "Hip Hop gegen Gewalt an Schulen" beteiligen sich Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassen von zwei Schulen. Der "Schoolbattle" wird als Wahlpflichtfach und als Workshop angeboten und ermöglicht den Jugendlichen eine Auseinandersetzung mit einzelnen Elementen des Hip Hops. Im Vordergrund dabei stehen das Fördern von Softskills wie Verantwortungsbewusstsein, Kooperationsfähigkeit und Durchhaltevermögen. Das Projekt startet in der Pilotphase im August 2009 und wird im Februar 2010 mit der Abschlussveranstaltung, dem "Schoolbattle"-Finale abgeschlossen. Bis zu diesem Finale lernen die Jugendlichen in wöchentlichen Doppelstunden und zusätzlichen Workshops theoretische und praktische Elemente des Hip Hops kennen. Dazu gehören u.a. die Techniken (Rap, Gesang, Dance, Graffiti), Veranstaltungsorganisation und -durchführung sowie Programmgestaltung. In einzelnen Veranstaltungen haben die Jugendlichen auch vor dem von ihnen mitgestalteten Finale die Möglichkeit, das Erlernte anzuwenden und zu präsentieren. Angeleitet werden die Einheiten durch einen Musiker, der zusätzlich von Lehrenden, Sozialarbeiterinnen und -arbeitern sowie Künstlerinnen und Künstlern aus der Hip Hop-Szene unterstützt wird. Ziel des Projektes ist es, an die Lebenswelt und an die Interessen der Jugendlichen anzuknüpfen und sie dabei zu unterstützen, eine Sprache zu finden, in der sie gewaltfrei Ängste, Hoffnungen und Wut äussern können. Durch die Methode des "Battles" können die Jugendlichen eigene Gefühle künstlerisch umsetzen, sich fair und respektvoll miteinander messen und dennoch in einem Team zusammenarbeiten. Das Projekt ist darauf angelegt, den Interessen der Jugendlichen zu begegnen und sie zu ermutigen, selbst die Initiative zu ergreifen. Es befindet sich in der Pilotphase und ist noch nicht abgeschlossen. Für die Zukunft ist die Einbindung weiterer Schulen geplant. Um die Längerfristigkeit des Projektes zu gewährleisten, wird es von zwei Studierenden begleitet, dokumentiert und evaluiert. (KBT)
[Bonn, 2009]
Kontaktdaten
Verein der Freunde und Förderer der Anne-Frank-HauAdelheidisstrasse 56
53225 Bonn
