Unser Blog


Hier bloggt das Team des Wettbewerbs
Demokratisch Handeln. Ihr erfahrt Neues
aus dem Wettbewerb, aber auch Aktuelles
vom bundesweiten Engagement für
Demokratie und Demokratiebildung.

Fragen an unsere FSJlerin – Antworten für euch!

Imke macht seit mittlerweile sechs Monaten ihr FSJ Politik bei unserem Bundeswettbewerb Demokratisch Handeln. Teile des Teams haben Imke nun mal gefragt, wie sich das Freiwilligen-Dasein für sie gestaltet – ein kleiner Einblick für Interessierte an einem FSJ bei uns in Jena!

 

David, studentischer Mitarbeiter und Teil des Mercator-Teams, fragt: "Du hast vorher nicht in Jena gewohnt. Hast du dich über dein FSJ einleben können?"

Kurz gesagt: Jena ist eine richtig coole, schöne und vor allem junge Stadt. Mit 18 Jahren einen WG-Platz zu ergattern war zwar schwierig, aber es ist machbar. Und der Vorteil bei einem vor Ort lebenden und jungen sowie teils studentischen Team ist natürlich, dass sich Leute für dich schon mal umhören können. Gerade, wenn man neu in einer Stadt ist, ist das eine richtige Erleichterung. Durch den Lock-Down hatte ich eigentlich "nur" einen Monat, in welchem in Jena noch keine härteren Corona-Maßnahmen galten. Trotzdem konnte ich mich durch viele Spaziergänge und Streifzüge durch Jena und Umgebung ziemlich gut einleben und hatte durch meine digitalen FSJ-Seminare und Teamsitzungen nicht wirklich das Gefühl, allein zu sein. Von weiter her zum Wettbewerb zu kommen, war für mich deshalb überhaupt kein Ausschlusskriterium und die richtige Entscheidung!

Vicky, Mitarbeiterin in der Regionalberatung, fragt: "Welche Aufgaben/ Tätigkeiten haben dir im FSJ bis jetzt am meisten Spaß gemacht?"

Ich glaube die Arbeit im Team Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Schon vor meinem Freiwilligendienst hat mir die Arbeit mit verschiedenen Medien unglaublich viel Spaß gemacht. Da wir dort auch nur eine kleine Gruppe sind, fallen immer wieder Aufgaben an, bei denen ich selbst etwas entwerfen, bearbeiten und begleitend hochladen kann. Allerdings habe ich während der letzten sechs Monate auch gemerkt, dass eine bunte Mischung erst wirklich Spaß macht. Deshalb ist es neben dem Verfassen von Blogeinträgen auch einfach mal schön kleine Rechercheaufgaben zu bekommen oder auch mal Mails zu beantworten und Anrufe im Büro entgegenzunehmen. Falls ich mal etwas mehr bzw. weniger an Aufgaben haben möchte, gibt es da nie Probleme, das untereinander zu regeln.

Sara, studentische Mitarbeiterin im Team "Presse und Öffentlichkeitsarbeit", fragt: "Wie hat sich dein Eindruck von DH durch den Einblick vom 'inneren' Geschehen verändert?"

Während meiner Schulzeit hatte ich mit meiner Klasse schon an Wettbewerben teilgenommen. In dem Rahmen habe ich mich manchmal gefragt, wer meine Einsendungen entgegennimmt und wer da am Ende auch entscheidet, was weiterkommt und was abgelehnt wird. Bei Demokratisch Handeln ist das Ganze durch die Präsenz auf unseren Social-Media-Kanälen natürlich super einsehbar, aber es ist trotzdem cool, die Menschen dahinter kennenzulernen. Wir sind zwar eher ein kleineres Team – was aber gerade für mich als Freiwillige von Vorteil war. Ich kenne jede*n gut, der in Jena arbeitet und kann auch zu jedem*r kommen, falls ich Fragen habe. Genauso kann und konnte ich auch problemlos in alle Tätigkeitsfelder reinschnuppern, weil das Team so offen ist. Gerade wenn man "Wettbewerb" hört, denkt man nicht daran, was für ein cooles, familiäres Netzwerk dahintersteckt.

Hannah, studentische Mitarbeiterin, fragt: "Was war/ist dein persönliches Highlight während deiner DH-Zeit?"

Ganz klar die digitale Jury-Sitzung Anfang März. Die Anspannung und Vorfreude war schon die Tage und Wochen vorher spürbar. Im Team Jena haben wir öfter den 5. März simuliert, sind durchgegangen, wo es noch hapert und hatten längere Online-Gespräche, um Durchläufe abzusprechen. Dass ich dann als Protokollantin alleine digital unterwegs sein konnte und die Jurymitglieder in den kleinen BBB-Räumen kennengelernt habe, hat sich einfach super eigenständig angefühlt. Deshalb freue ich mich auch schon sehr auf unsere digitale Lernstatt Mitte Juni, auf welcher ich die Teilnehmer*innen hinter den Projekten zum ersten Mal zu Gesicht bekomme!

Kristina, Projektkoordination beim Wettbewerb, fragt: "Nun war ja Corona während deiner Zeit bei Demokratisch Handeln ein großes Thema. Wie konntest du trotz Kontaktbeschränkungen dein FSJ wahrnehmen? Was ging gut und was hat dir vielleicht gefehlt?

Im Vergleich zu anderen Freiwilligen im kulturellen bzw. politischen Bereich hatte ich noch echt Glück. Da wir schon vor der Pandemie viel über das Digitale geregelt haben, hatte ich immer noch einen relativ normalen Arbeitsalltag während meiner Tage im Homeoffice. Auch war es durch unser Großraumbüro für mich noch möglich nach Absprache, Bürotage einzuschieben. Klar, ist das Gefühl schon ein anderes, das Team auch vor Ort regelmäßig zu sehen, aber unsere wöchentlichen digitalen Teamsitzungen gleichen das ganz gut aus. Schade finde ich nur, dass unser Highlight, die Lernstatt im Juni, leider nicht in Präsenz stattfinden kann. Als Team werden wir da aber wieder was Tolles auf die Beine stellen.

Daniela, Projektleitung beim Wettbewerb, fragt: "Was ist an der Imke nach Deinem FSJ-Jahr anders als an der Imke davor? Was hat sich in Deiner Weltsicht durch die Zeit beim Bundeswettbewerb DH geändert?"

Ich denke, dass wird an der Stelle jede*r Freiwillige*r sagen, aber allgemein auf alle Fälle noch mehr Selbstständigkeit und dass ich gemerkt habe, wie gerne ich mich in eine neue Umgebung einlebe. Auch ist die Imke jetzt auf alle Fälle besser im Kommunizieren ihrer Vorstellungen und im Nachhaken geworden. Oft hatte ich das Gefühl, dass es was Schlechtes sei, nachzufragen. Im Team wurde mir aber klar, dass Rück- und Nachfragen ebenso bedeuten, dass man sich schon Gedanken gemacht hat und wenn man diese – auch mit Fragezeichen – rauslässt, kann das nochmal die ganze Gruppe auf neue Ideen bringen. Durch die Arbeit mit den Projekten ist für mich auch nochmal klar geworden, dass Engagement auch niedrigschwelliger sein kann, was aber eben nicht bedeutet, dass es qualitativ weniger bietet. Vielleicht kein komplettes Umkrempeln meiner Weltsicht, aber auf alle Fälle ein Erkenntnisgewinn, dass demokratisches Handeln vielfältig ist – von den Inhalten, den Akteur*innen bis hin zum fertigen Werk.

Falls ihr jetzt Lust bekommen habt, ab Oktober 2021 unser*e neue*r Freiwillige*r im Bereich Politik zu werden, schaut auf dem Online-Anmeldeportal der Freiwilligendienste Kultur und Bildung vorbei. Dort erfahrt ihr alles Weitere über die Rahmenbedingungen und eure Bewerbung.