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Hier bloggt das Team des Wettbewerbs
Demokratisch Handeln. Ihr erfahrt Neues
aus dem Wettbewerb, aber auch Aktuelles
vom bundesweiten Engagement für
Demokratie und Demokratiebildung.

9. November: Die Reichspogromnacht 1938 – Projekte erinnern

Der 9. November ist der wohl prägendste Tag der deutschen Geschichte. Auf der einen Seite ein Freudentag mit dem Fall der deutschen Mauer, auf der anderen Seite ein Schreckenstag durch die Reichspogromnacht und ihre Opfer. „Pogrom“ bedeutet hier die gewalttätige Ausschreitung der Nationalsozialisten im NS-Staat gegen die jüdische Bevölkerung. Die Zerstörung von jüdischem Eigentum und Gotteshäusern, die Misshandlungen und Verschleppungen dieser Nacht markieren einen Übergang von der Diskriminierung hin zur offenen, gewaltsamen Vernichtung jüdischer Existenzen. 

Ein Tag und viele Schicksale, die bis heute beschäftigen. Zahlreiche Projekte, die am Wettbewerb Demokratisch Handeln teilnehmen, setzen sich mit der Thematik auseinander: Vor zwei Jahren haben sich Schüler*innen der Bergschule Apolda auf ihrer Projektfahrt mit der Gedenkstätte Ausschwitz befasst. Das Thema, das die Jugendlichen vorrangig beschäftigte war "Widerstand  im Konzentrationslager Auschwitz". Sie recherchierten zu den Gruppen, die im Lager Widerstand in unterschiedlichen Formen leisteten.

Auch letztes Jahr haben Projekte am Wettbewerb teilgenommen, die die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im NS-Staat zum Thema hatten: Unter anderem hat sich eine Gruppe von 19 Schüler*innen des Gymnasiums Wendalinum in St.Wendel in ihrem Seminarfach „Wider das Vergessen“ mit der Notwendigkeit einer kontinuierlichen Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus beschäftigt. „Wie können wir erinnern mit immer weniger Zeitzeug*innen? “ war eine Frage der Schüler*innen.

Tage wie diese sind ein Anlass, um innezuhalten und den jüdischen Opfern zu gedenken und an ihre Geschichten und die Geschehnisse in dieser Nacht zu erinnern.