Ein Förderprogramm für Jugend und Schule
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In seiner 20. Ausgabe ist der Band, der alle Projekte der Wettbewerbsrunde 2009 dokumentiert, erstmals im neuen eigenen Verlag erschienen.
Als erste eigene Verlagspublikation veröffentlicht das Förderprogramm Demokratisch Handeln aus Anlass der "Lernstatt Demokratie Bremen 2010" den Band Wolfgang Beutel/Hans-Wolfram Stein (Hrsg.): "Demokratisch Handeln in Bremen. Beiträge zur Demokratiepädagogik - Grundlagen. Projektpraxis. Service."
"Ich kenne keine gute Schule, die nicht zugleich als demokratische Lebensform ausgeprägte Qualitäten besitzt", so umreißt der wiss. Leiter des Förderprogramms Demokratisch Handeln, Peter Fauser, seine Wahrnehmung des Zusammenhangs zwischen demokratischer Lernqualität von Schule und deren Qualitätsentwicklung in einem lesenswerten Interview der April-Ausgabe der PÄDAGOGIK.
Das Spannungsfeld von Leistungsbewertung und Demokratiepädagogik entfaltet dieser Sammelband aus mehreren Perspektiven. In einem ersten Teil werden Grundprobleme dieses scheinbar unauflösbaren demokratiepädagogischen Dilemmas erörtert. Ein zweiter Teil gibt praktische Anschauungen zur möglichen schulpädagogischen Verbindung der beiden Aufgaben Beurteilung und Beteiligung, ein dritter Teil ermöglicht vertiefende Einsichten in schulische Handlungs- und Entwicklungsfelder.
Demokratie, Lernqualität und Schulentwicklung sind Eckpunkte der Demokratiepädagogik. Diese greift Gelegenheitsstrukturen der Schule auf, nutzt intensiv die Vielfalt der Möglichkeiten von Projekten, stellt sich den aktuellen Themen des Gemeinwesens und korrespondiert mit grundlegenden Bedürfnissen eines an den Interessen der Schülerinnen und Schüler orientierten Lernens. Der im Mai 2009 erschienene Band versammelt aktuelle Vorträge, Studien und Expertisen aus der wiss. Begleitung des Wettbewerbs "Förderprogramm Demokratisch Handeln.
Im "Jahr der Demokratie" bündelt der Band die Erfahrungen, Handlungsträger und verschiedenen Ansätze zur Demokratiepädagogik in Thüringen. Dabei werden Grundlagen der Demokratiepädagogik diskutiert, praktische Erfahrungen aus der schulischen Entwicklungsarbeit skizziert und umfassende Service-Hinweise gegeben. Im Mittelpunkt stehen rund 30 aktuelle Projekte aus Thüringer Schulen, die im Förderprogramm "Demokratisch Handeln" qualifiziert worden sind.
Demokratische Verhältnisse in der Gesellschaft und demokratisches Verhalten beim Einzelnen sind Errungenschaften und Folgen politischen Handelns und demokratischer Lernprozesse. Um diese zu bewahren, ist demokratisches Handeln aller Bürgerinnen und Bürger - und Demokratie-Lernen in Schule, Jugendarbeit und Familie notwendig.
Das Heft 7/2009 der Zeitschrift "Lehren und Lernen" befasst sich mit
verschiedenen Partizipationsmöglichkeiten
in Schule und Unterricht. Dabei werden Aspekte der Demokratiepädagogik und
der politischen Bildung angesprochen.
Mit den beiden Schwerpunktthemen "Schülerbeteiligung" und "Erinnern" widmet sich die aktuelle Sommerausgabe der PÄDAGOGIK zwei zentralen Aspekten der Demokratiepädagogik, die nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Initiativen auch der KMK von bemerkenswerter Aktualität sind.
Insbesondere der Schwerpunkt "Schülerbeteiligung" deckt grundsätzliche Facetten demokratiepädagogischer Ideen und Erfahrung in der Schule aspektreich ab. Ein Beitrag greift zwei Projekte demokratischen Handelns aus der Ausschreibung 2008 auf.
Mit dem Themenheft 6-7/2008 der Wochenschau Sek.I eröffnen Wolfgang Beutel und Wolfgang Wildfeuer Schülerinnen und Schülern der Sek. I ieinen Zugang zum gesellschaftlich-politischen Basisphänomen des Konflikts. An praktischen und lebensweltnahen Beispielen erhalten sie Gelegenheit, sich mit den typischen Erscheinungs- und Verlaufsformen von Konflikten auseinanderzusetzen. Sie können Verhaltensweisen erproben und einüben, die sie zu einem konstruktiven Umgang mit Konfliktsituationen befähigen.
Unter diesem Schwerpunktthema widmet sich das Heft 4 vom Dez. 2008 der religionspädagogischen Fachzeitschrift des Bistums Münster der Demokratiepädagogik. Das Thema spielt auf zweierleit Aspekte an: Einerseits lassen sch in dem alten Begriff der Tugenden so etwas wie handlungsleitende Kompetenzen verstehen, denn wer Tugenden hat, ist tauglich, etwas zu unternehmen. Tugenden sind auf der anderen Seite Folgen von Wertentscheidungen, in Blick auf Demokratie siond das die Bereitschaft zum Engagement und zur Verantwortungsnahme für das Gemeinwesen. Überdies spielt das Thema mit einem wichtigen Text, dem gemeinsamen Wort der Ev. Kirche Deutschlands (EKD) und der Dt. Bischofskonferenz vom Herbst 2006, in dem die beiden großen christlichen Kirchen einen umfassenden Appell für eine lebendige demokratische Gesellschaft niedergelegt haben. Die Zeitschrift greift zudem die "Lernstatt Demokratie 2008" auf, die an der Bischöfl. Gesamtschule des Bistums in Münster mit großer Resonanz durchgeführt worden war. Projektbeispiele, Berichte von der Lernstatt Demokratie und Grundlagenartikel zum Gemeinsamen Wort der Kirche und zur Demokratiepädagogik verdeutlichen, dass eine humanen Werten verpflichtete Schule und Religionspädagogik nah an der demokratischen Zivilgesellschaft steht und ein Lernen in Verantwortung fördern und ermöglichen muss, das demokratischem Handeln nicht ausweicht. Die Zeitschrift ist nicht nur für Religionspädagogen interessant, sondern für alle, die Informationen und Anregungen zur demokratischen Schule suchen.
Das Heft 43, 2008 der bei Schuleitungen rezipierten Fachzeitschrift "Die Lernende Schule" widmet Ihr Schwerpunkt-Thema der Frage nach der Demokratischen Schulentwicklung. In Moderation von Hans Berkessel und Botho Priebe werden eine Reihe innovativer Ansätze aus dem Kontext des BLK-Modellprogramms "Demokratie lernen und leben" vorgestellt. Auch das Förderprogramm Demokratisch Handeln präsentiert mit dem Hamburger Lupila-Projekt eine der Best-Practice-Unternehmungen aus der letzten Ausschreibung 2007 und kann auf einer Bildreportage die "Lernstatt Demokratie Münster 2008" vorstellen. Von besonderem Interesse dürfte ein Gespräch sein, in dem der Politikdidaktiker Gerhard Himmelmann, der Politikwissenschaftler Werner Patzelt, der Schulpädagoge Peter Fauser und der Geschäftsführer von Demokratisch Handeln, Wolfgang Beutel, sich mit dem gegenwärtigen Stand und die Perspektiven der Kontroverse um Demokratiepädagogik in Schule und im Unterrichtsfach Politik auseinandersetzen. Das Heft unterstreicht das Gewicht, das der Schule als Gelegenheitstruktur und Entwicklungsathmosphäre für demoklratisches Lernen zukommt und ist beim Friedrich-Verlag und im Fachhandel erhältlich. Das Streitgespräch und das Editorial der Herausgeber sind hier einsehbar.
Das Buch nimmt einen Impuls und verschiedene Beiträge aus einer gemeinsamen Fachtagung des Wettbewerbs „Demokratisch Handeln“ mit dem „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten“ auf. Denn Schülerwettbewerbe bieten Kindern und Jugendlichen wertvolle Chancen, ihre Talente und Begabungen zu entdecken, sie können damit auf ganz eigene Weise individuell an der Profilierung der Schule partizipieren.
Das Handbuch Basiswissen Politische Bildung führt in den fachlichen Entwicklungsstand von Theorie und Praxis der Politischen Bildung ein. Die Bände widmen sich der Didaktik der Politischen Bildung anhand theoretischer Grundlagen, fachdidaktischer Gegenstände sowie methodischer Umsetzungen und unterrichtspraktischer Anwendungen. Sie beleuchten das Feld schwerpunktmäßig aus der Perspektive der politischen Bildung. Dabei wird jedoch der Blick auf die Demokratiepädagogik und das Demokratie-Lernen in vielerlei Aspekten geschärft. Aus dem Umfeld des Förderprogramms Demokratisch Handeln stammen drei Artikel:
Das Buch stiftet in Form einer Loseblattsammlung einen neuen Zugang für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer zum Erwerb von Kommunikationskompetenzen. Im Mittelpunkt des Trainings steht der unumgängliche Konflikt als soziales Phänomen und der konstruktuv-kreative Umgang damit. Hierfür bietet der Autor ein Trainingsmodell an, das vier unterschiedliche auf einander aufbauende Wirkungsbereiche umfasst. Er gibt Antworten auf Fragen nach den schulischen Bereichen, in denen Schüler kommunikativ wirksam werden können, wie man sie dafür ausbilden und dabei betreuen kann und welcher systematische Zusammenhang zwischen den einzelnen Anwendungsgebieten besteht. Nachdem einer kurzen theoretischen Grundlagenreferenz wendet sich das Buch in seinem Hauptteil vier verschiedenen und aufeinander bezogenen Trainingsmodulen zu: Grundkompetenzen in der Kommunikation; Schüler coachen Schüler; Schüler moderieren Veranstaltungen und Workshops; Schüler lösen Konflikte (Mediation). Das sehr schul- und praxisnah aufgebaute Werk nimmt eine Fülle von Erfahrungen aus der über zehnjährigen Mitarbeit von Wolfgang Wildfeuer am Förderprogramm Demokratisch Handeln auf und eröffnet auf kreativ-praktische Weise einen Zugang zu demokratiepädagogisch gehaltvollen Lern und Handlungserfahrungen. Das Buch ist im Handel erhältlich.
Die Sächsische Akademie für Lehrerfortbildung - seit Januar 2007 als "Sächsisches Bildungsinstitut" neu formiert - und das Förderprogramm Demokratisch Handeln haben mit dem letzten Band der Reihe "Siebeneichener Diskurse" soeben eine Zwischenbilanz ihrer nunmehr zehnjährigen Kooperation in der demokratischen Schulentwicklung vorgelegt.
Der Band geht davon aus, dass die politische Bildung in Thüringen aber nicht nur da optimiert und erweitert werden muss. Im Mittelpunkt der Bestrebungen des Herausgeberkollegiums steht dabei ein „personenbezogener Ansatz“ der pol. Bildung, der zwischen den Rollen und Aufgaben von Entscheidungsträgern sowie Bürgerinnen und Bürgern systematisch unterscheidet. Zugleich werden eine Reihe an Projekten und Aktivitäten vorgestellt, die in Thüringen angesiedelt sind oder ihren Ausgangspunkt haben und Beteiligungsmöglichkeiten sowie die Erfahrung des Mitgestaltens eröffnen wollen.
Das Buch entspringt einem gemeinsamen Projekt der Polizeidirektion Leipzig sowie staatlicher, städtischer und zivilgesellschaftlicher Kräfte und Initiativen. Es möchte modellhafte Strategien und Argumente vorstellen, um rechte Losungen schon im Ansatz zu entkräften. Darüber hinaus haben die Autoren die Geschichte und Strategie der NPD beleuchtet, nennen Anzeichen für rechtsextremistische Einstellungen und zeigen rechtliche sowie pädagogische Handlungsoptionen für den Schulalltag. Umfangreich erklärt dieses Buch verschlüsselte Symbole und heimliche Codes der rechtsextremen Szene. Neben einer Zusammenfassung sozialwissenschaftlicher Erklärungsansätze finden sie Beispielsprojekte, Ansprechpartner und Kontakte. An diesem Projekt hat der Regionalberater des Förderprogramms Demokratisch Handeln in Sachsen, Wolfgang Wildfeuer, mitgearbeitet und insbesondere Strategien eines "Argumentationstrainings gegen Rechts" vorgestellt.
Das Forum "Politik und Gesellschaft" der Friedrich-Ebert-Stiftung hat die Berliner Projekttagungen von 2003-2005 in einem illustrierten Praxis-Buch dokumentiert. Das Buch ist beim Förderprogramm Demokratisch Handeln auf Wunsch per e-mail anzufordern und steht auch als PDF zur Verfügung.