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"Demokratisch Handeln: verständnisintensiv"

Beitrag des Wettbewerbs Demokratisch Handeln zur Multiplikatorenschulung beim BLK-Modellprogramm "Demokratie lernen und leben"

Vom 5. bis zum 8. Februar versammelten sich rund 120 Lehrerinnen und Lehrer, Fortbildungsfachleute und Verantwortliche im aktuell laufenden BLK-Modellprogramm "Demokratie lernen und leben" im LISUM Brandenburg in Ludwigsfelde zur Auftaktveranstaltung für das "Multiplikatorenqualifizierungsprogramm", das von diesem Institut federführend entwickelt, vorbereitet und durchgeführt wird. Bei diesem ehrgeizigen Unternehmen, das darauf zielt, die mit dem BLK-Programm gewonnenen Innovativen Erfahrungen zu sichern und in ihrer Wirksamkeit und Übertragung auf das Regelschulwesen weit über die eigentliche Programmlaufzeit (Ende 2006) hinaus zur Geltung zu bringen, haben eine Reihe namhafter Experten ihre Mitwirkung zugesagt: So wird bspw. Die Selbstwirksamkeitsförderung durch M. Jerusalem (Päd. Psychologie an der TU Berlin), die Tradition und Praxis der Civic Education durch Dr. Anne Sliwka (Weinheim/Erfurt), die Projektdidaktik durch W. Steiner vom Hamburger Institut für Lehrerfortbildung und die Stärkung der Moralischen Urteilsfähigkeit durch den Schweizer Lehrer T. Stadelmann vertreten und in höchst instruktiven Curricula den Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeboten.

Die Erfahrungen und langjährige Praxis des Wettbewerbs Demokratisch Handeln werden mit dem Curriculum, "Demokratie lernen: verständnisintensiv" zu einem Bestandteil dieses Qualifikationsangebotes. Peter Fauser und Wolfgang Beutel, verantwortlich für die schulpädagogische und erziehungswissenschaftliche Auswertung und Unterfütterung des bundesweiten Schülerwettbewerbes bieten dabei eine systematische Einführung in die Tradition des Lernens durch Erfahrung, den pädagogischen Ansatz des Dewey'schen Pragmatismus und die entwicklungs- und praxisbezogene Schultheorie, die diesem Wettbewerb und Förderprogramm zugrunde liegen. Dabei gehen sie in einem weiteren Schritt auf das Lernkonzept des "Verständnisintensiven Lernens" ein, wie es von Peter Fauser in seinen über lange Jahre empirisch erhärteten Arbeiten zur pädagogischen Begründung eines praktischen Lernens, das die systematische Förderung der Vorstellungsbildung beim Lernenden einbezieht, entwickelt worden ist. Nicht zuletzt deshalb wird dieses mehrtägige Fortbildungsmodul im "Umspannwerk" der IMAGINATA stattfinden. Dort ist nun auch die Geschäftsstelle und das Archiv des Wettbewerbs "Demokratisch Handeln" beheimatet und so besteht die günstige Gelegenheit, in Anschluss an die lern- und schultheoretische Durchdringung dieses pädagogischen Entwicklungsansatzes sich intensiv mit den "Best-Practice"-Beispielen auseinander zusetzen, die der Wettbewerb in den nunmehr abgeschlossenen 14 Ausschreibungsrunden dokumentieren konnte.

Es ist erfreulich, dass auch an dieser Stelle diese beiden bedeutenden Initiativen zur Stärkung des demokratiepädagogischen und -politischen Potentials von Schule und Erziehung zusammen wirken können. Über den ersten Kursus "Demokratie lernen: verständnisintensiv" der im September und Dezember 2004 in zwei kompakten Arbeitsphasen in Jena stattfinden wird, wird zu gegebener Zeit berichtet.

 
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