Hilfe der Dritten Art

Heidelberger Schule fördert Waisenkinder in Uganda

Von Jens Barendt, Marcus Breuer und Eugen Nagel

Vor zehn Jahren hatten zwei Schülerinnen des Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums in Heidelberg die Idee zu einer Partnerschaft zwischen ugandischen und deutschen Schülern. Dieses Projekt hat die Kinderhilfe e. V. realisiert. Dorothee Jung, Caroline Hildebrandt und Lehrer Peters führen es seitdem erfolgreich weiter.

Jetzt hat jede Klasse der sechsten bis zehnten Jahrgangsstufe die Förderung eines Patenkindes übernommen, das ungefähr im gleichen Alter ist. So erfahren die deutschen und ugandischen Kinder sehr viel von den Kulturen und Problemen des anderen Landes. Die meisten der 18 afrikanischen Patenkinder sind Vollwaisen.

In ihren Briefen berichten die Kinder von der Schule und ihren Familien. Die Partner verständigen sich in Englisch, das die afrikanischen Kinder bereits in der ersten Klasse lernen. Das Partnerschaftsprojekt ermöglicht den Kindern in Uganda eine Schulausbildung und verbessert so die Chance auf einen späteren Beruf.

Bemerkenswert: Die deutschen Kinder zweigen den Beitrag von ihrem Taschengeld ab, und haben so einen ganz persönlichen Bezug zum Projekt. Insgesamt zahlt die Klasse einen Quartalsbeitrag von 180 Mark. Wegen der engen Beziehungen zwischen deutschen und ugandischen Kindern ist das Projekt in Deutschland einmalig - sozusagen von der Dritten Art.

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Copyright © Frankfurter Rundschau 2002
Dokument erstellt am 22.01.2002 um 21:09:14 Uhr
Erscheinungsdatum 23.01.2002