Ungewöhnliche Hilfe für Afrika

Schüler aus Bremen unterstützen Schüler in Tansania

Von Robin Kerbrat

An einem Sonntag im Oktober in Njombe, irgendwo in Tansania im Osten des afrikanischen Kontinents. Acht Jugendliche und vier Lehrer steigen aus Bussen - völlig übermüdet und erschöpft. Nach einer herzlichen Begrüßung werden sie zu den Häusern ihrer schwarzen Gastfamilien geleitet. Die deutschen Gäste kommen aus Bremen, um zwei Wochen das Leben und den Alltag der Einheimischen zu erleben.

Seit dem Jahr 1989 besteht eine Partnerschaft zwischen der Hauptschule Bremen-Ost und der Mpechi Secondary School in Njombe. Die Schule in Tansania hat fast keine finanziellen Mittel, um die Gebäude in Schuss zu halten oder um Unterrichtsmaterial kaufen zu können. Einige Kinder haben keinen Tisch und müssen auf der Erde sitzen, wo sie Stunden zuvor noch geschlafen haben. Die Mädchen haben es da wesentlich besser, sie können in einem umgebauten Hühnerstall übernachten.

Nicht nur die Lehrer der Schule spenden regelmäßig einen Teil ihres nicht allzu üppigen Gehalts, auch die deutschen Schülerinnen und Schüler übernehmen Kosten, indem sie Patenschaften für die tansanischen Kinder finanzieren.

Und die Ausstellung des Projekts in der "Lernstatt Demokratie" würdigte dieses außergewöhnliche Engagement der Bremer Schülerinnen und Schüler.

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Dokument erstellt am 22.01.2002 um 21:09:14 Uhr
Erscheinungsdatum 23.01.2002