HID - Hauen ist doof

Zwei Schulen in Jena versuchen, die Gewalt zu bekämpfen

Von Daniel Jansen, Eike Hermanns und Daniel Hagendorf

Die Schüler des Friedrich-Göll-Gymnasiums und der Franz-Roth-Grundschule in Jena arbeiten bei einem gemeinsamen Projekt zusammen: HID - Hauen ist doof. Es basiert auf einer Aktion, mit der sie vor sechs Jahren an Grundschulen begonnen haben - sie wollen Konflikte in der Schule mit Worten und spielerischen Handlungenzu lösen. Es galt dabei, Kindern zu vermitteln, dass Auseinandersetzungen auch mit Worten gelöst werden können. Dadurch könnte die Gewaltbereitschaft an Schulen verringert werden und die Schüler merken, dass es auch ohne Gewalt geht.

Die Idee zu HID ist entstanden, nach dem eine Mutter ihr Kind auf den Schulhof einer Grundschule begleitet hatte und die Zustände dort sah. Sie hatte keine Lust, ihr Kind auf eine Schule mit so gewaltbereiten Kindern zu schicken. Und sie wollte nicht, dass ihrem Sohn körperliche Schäden zugefügt werden. Deshalb hat sie seinerzeit nach der Idee eines Buches das Projekt HID initiiert.

Die Schülererinnen und Schüler in Thüringen suchen gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern nach Möglichkeiten, Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Vor einem Jahr fingen die Projektleiter an, das Vorhaben in einer siebten Klasse des Friedrich-Göll-Gymnasiums einzurichten. Und damit das Projekt erfolgreich fortgeführt werden kann, denken sie sich viele Aktionen aus, um Gewalt zu bekämpfen.

Sie haben gemeinsam an der Grundschule den Film "Durchblick" gedreht, in dem sie nachgespielte Gewaltszenen filmten. Damit wollen sie Einsicht vermitteln und so Kinder von Gewaltaktionen abhalten. Aber sie wissen selbst, dieses Projekt kann die Gewalt nicht völlig bekämpfen. Aber es hilft ein gutes Stück, Gewalt bei Kindern und Jugendlichen abzubauen.

[ document info ]
Copyright © Frankfurter Rundschau 2002
Dokument erstellt am 22.01.2002 um 21:09:14 Uhr
Erscheinungsdatum 23.01.2002